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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2013, 17:01 
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Nach Lothar Krappmann erfordern die Kommunikationssysteme eine Konsistenz der Beteiligten, welche dazu führt, dass das Individuum in einem Dilemma steckt. Es befindet sich zwischen der Notwendigkeit zur Konsistenz, Integration und Anpassung und der Notwendigkeit sich in seiner Besonderheit darzustellen.
Im weiteren Verlauf des Textes geht es um die Notwendigkeit der Zustimmung der Handlungspartner. Entsteht eine Abweichung dieser Zustimmung, treten Sanktionen, wie zum Beispiel Isolation auf.
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist der Umgang mit den diskrepanten Erwartungen. Die Individualität (Identität) braucht eine Ausrichtung an divergierenden (abweichenden) Erwartungen.
Für Krappmann ist die Identität eine bei der Interaktion zu erbringende Leistung.

Im Folgenden nennt er vier Aspekte der Identität:
1. Identität muss präsentiert werden
2. Eine Verknüpfung früherer Interaktionsbeteiligungen mit der heutigen Situation erstellen
3. Modelle müssen beachtet werden
4. Identität ist kein starres Selbstbild

Als nächstes führt er die Funktionen der Identität auf. Zum einen dient sie der Herstellung einer Biographie mit der jeweiligen Bersonderheit und der Schaffung eines beständigen Rahmens von Handlungsorientierungen. Zum anderen stellt sie eine Balance her zwischen widersprüchlichen Erwartungen, Anforderungen, eigenen bedürfnissen und dem Verlangen nach unterscheidender Selbstdarstellung.

Des weiteren benennt er die Identität als einen zu leistenden kreativen Akt, der vier Aufgaben enthält:
1. Eine Aufarbeitung der Lebensgeschichte des Individuums für die aktuelle Situation
2. Eine positive Beeinflussung der Situation
3. Eine Bewahrung der Autonomie gegenüber den Zwängen
4. Gesellschaftlich gesehen:
-> Kräfte der Neuinterpretation
-> Chancen zur Umwandlung der Verhältnisse

Die Sprache dient, laut Krappmann, als Medium der Interaktion und die Identität ist somit auf die Sprache angewiesen. Zudem stellt er drei Anforderungen an die Sprache, die diese zu erfüllen hat:
1. Erwartungen der Interaktionspartner darstellen
2. erlaubt, Widersprüche zu bezeichnen und aufzuklären
3. bietet zusätzliche Informationen und Implikationen

Hierbei nennt er, wie bei der Identität, drei Funktionen:
1. Erwartungen an den Partner übersetzen und den Informationsverlust möglichst gering halten
2. Instrument der Problemlösung mit zwei Anforderungen: Einmal die Differenziertheit des Begriffsapparats und die Differenziertheit der Syntax
3. Weitergabe von Überschussinformationen

Dies alles leistet die Umgangssprache, welche nicht eindeutig in ihren Kategorien und ihrer Syntax gegliedert ist, wodurch eine weitere Kommunikation bzw. Interaktion erfoderlich ist.


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